Grippeschutzimpfung – Die Welle rollt an

Alle Jahre wieder: Pünktlich zum ersten Schnee steht auch die Virusgrippe vor der Tür. Im Winter 2000/2001 suchten über 2 Millionen Bundesbürger den Arzt wegen grippeähnlicher Symptome auf. Betroffen waren besonders Kinder und Jugendliche, deren Erkrankung meist unkompliziert verlief. Darüber hinaus gab es auch Todesfälle, vor allem bei älteren und immungeschwächten Personen.

Grippe-Viren im Elektronenmikroskop. Bild: Linda Stannard
Grippe-Viren im Elektronenmikroskop. Bild: Linda Stannard

Übertragen wird das Virus in erster Linie durch Tröpfchen-Infektion: Einmal kräftig niesen, und schon schweben Tausende infektiöser Partikel in der Luft. Doch auch Händeschütteln kann gefährlich werden und über Umwege dafür sorgen, dass Viren in die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Dort dringen sie in die Schleimhautzellen ein, zerstören sie und verbreiten sich über Hals und Rachen bis in Lunge und Nasennebenhöhlen.

Typische Anzeichen der echten Grippe sind schlagartig einsetzendes Fieber, Frösteln und Rachenbeschwerden mit Kopf- und Gliederschmerzen. Bei unkompliziertem Verlauf bilden sich diese Symptome innerhalb von vier bis acht Tagen zurück, bis zur völligen Ausheilung dauert es jedoch meist viel länger. Kommen im Verlauf der Erkrankung Komplikationen hinzu, beispielsweise durch das Eindringen von Bakterien über die zerstörten Schleimhäute, sind ältere und immungeschwächte Personen besonders gefährdet. Diese sollten daher von der Möglichkeit der Grippeschutzimpfung Gebrauch machen.

Wer einen Impftermin von seinem Hausarzt bekommt, kann in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen einen ausreichenden Impfschutz aufbauen und damit einer möglichen Grippewelle gelassen entgegen sehen. „Auch Nachzügler profitieren noch von einer Impfung“, erklärt Brunhilde Schweiger, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Influenza am Robert-Koch-Institut. Die Impfung schützt jedoch nur vor der echten Grippe und nicht vor anderen Virusinfektionen, die ebenfalls grippeähnliche Beschwerden hervorrufen.

Zur weiteren Vorbeugung empfehlen Experten, beim Raumklima auf ausreichende Luftfeuchtigkeit zu achten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Daneben stärken vitamin- und abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung die Abwehrkräfte.

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