Transplantat-Abstoßung

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Wenn fremde Hilfe unerwünscht ist

Körperzellen bleiben gerne unter sich: Jede fremde Zelle bedeutet eine potentielle Gefahr und muss vom Immunsystem erkannt und zerstört werden. Das kann auch auf Kosten des eigenen Überlebens gehen: Eine lebensrettende chirurgische Verpflanzung von Organen war von der Natur nicht vorgesehen. Dazu muss die moderne Medizin die körpereigene Abwehr überlisten.

Die Abstoßung von fremden Organen ist eines der Hauptprobleme bei Transplantationen (Foto: HVBG/BUK Hamburg).
Die Abstoßung von fremden Organen ist eines der Hauptprobleme bei Transplantationen (Foto: HVBG/BUK Hamburg).

Erkannt werden fremde Zellen und Organe durch Moleküle auf der Zelloberfläche: die so genannten Histokompatibilitäts-Antigene . Diese Oberflächenstrukturen bestehen aus Zuckerketten, die an Proteinen verankert sind und unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Nur eineiige Zwillinge, die ja genetisch identisch sind, tragen die gleichen Antigene.

Zuständig für die Unterscheidung zwischen Selbst und Fremd sind die T-Zellen und davon wiederum vor allem die T-Helfer-Zellen. Diese starten und koordinieren die Abstoßungsreaktion. Mäuse mit angeborenem T-Zell-Mangel (z.B. SCID-Mäuse ) tolerieren Transplantate. Die T-Helfer-Zellen schütten bei Alarm Zytokine wie z.B. Interleukin 2 (IL-2) aus und hetzen den fremden Zellen damit Zytotoxische T-Zellen, antikörperbildende B-Zellen und Fresszellen auf den Hals.

Bei der Nachsorge achten die Ärzte auf Anzeichen für eine Abstoßungsreaktion (Foto: HVBG/Senn).
Bei der Nachsorge achten die Ärzte auf Anzeichen für eine Abstoßungsreaktion (Foto: HVBG/Senn).

Um die Abstoßungsreaktion nach einer Transplantation zu unterbinden, nutzen die Mediziner so genannte Immunsuppressiva, das sind Medikamente, die die Immunabwehr dämpfen. Cyclosporin beispielsweise unterdrückt die Ausschüttung von Zytokinen durch die T-Helfer-Zellen. Rapamycin hingegen stört Signalwege innerhalb von B- und T-Zellen und macht sie sozusagen taub für die Befehle von IL-2. Steroide wie z.B. Cortison, die ebenfalls zur Bekämpfung der akuten Abstoßungsreaktion eingesetzt werden, dämpfen die Fresszellen der unspezifischen Immunabwehr.

Die akute Abstoßung lässt sich inzwischen sehr gut mit hochdosierten Medikamenten kontrollieren. Danach müssen die Patienten jedoch lebenslang geringere Dosen an Immunsuppressiva schlucken, um die dauerhafte Toleranz des transplantierten Organs zu gewährleisten. Hier haben sich in einer neuen Studie Vorteile des Medikamentes Rapamycin gegenüber dem hauptsächlich eingesetzten Cyclosporin gezeigt, insbesondere nach Transplantationen aufgrund von Tumoren.

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One Response to “Transplantat-Abstoßung”

  1. lino Says:

    Jetzt bitte im verständlichen deutsch obwohl ich bio studiert habe hab ich kein wort verstnden

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