Nach einer Organtransplantation erhalten Patienten Medikamente, um die Abstoßungsreaktionen des Immunsystems zu unterdrücken. Diese immunsuppresiven Medikamente erhöhen allerdings das Risiko für die Patienten, Tumoren zu entwickeln. Eine Studie hat nun gezeigt, dass der Wirkstoff Rapamycin sowohl die Immunantwort als auch die Tumorbildung hemmen kann. Damit ergeben sich neue Chancen für die Transplantationsmedizin.
Das Leben ist ein ständiger Krieg. Unser Körper ist zu jeder Zeit Heeren von Eindringlingen ausgesetzt, die ihn überfallen und für ihre Zwecke missbrauchen, oft sogar umbringen wollen. Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten liegen stets auf der Lauer. Zum Glück haben wir eine starke Armee, die uns verteidigt: das Immunsystem mit seinen drei Verteidigungslinien.
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Alle Jahre wieder: Pünktlich zum ersten Schnee steht auch die Virusgrippe vor der Tür. Im Winter 2000/2001 suchten über 2 Millionen Bundesbürger den Arzt wegen grippeähnlicher Symptome auf. Betroffen waren besonders Kinder und Jugendliche, deren Erkrankung meist unkompliziert verlief. Darüber hinaus gab es auch Todesfälle, vor allem bei älteren und immungeschwächten Personen.
1728 befahl Kaiser Karl VI., einen Palisadenzaun an der habsburgischen Grenze zur Türkei zu errichten. Bei dieser 2000 Kilometer langen Barrikade handelte es sich nicht um eine militärische Absperrung, sondern um einen Schutzwall gegen eine der gefährlichsten Seuchen der damaligen Zeit: die Pest.
Schmerzen können unerträglich sein. Wer beispielsweise einen Tag lang starke Zahnschmerzen hat, möchte glatt die Wände hoch gehen! Und trotzdem sind Schmerzen nützlich, denn sie schützen uns vor Verletzungen und Krankheiten: Der Zahnschmerzgeplagte geht zum Zahnarzt, bevor der gesamte Kiefer vereitert ist; einen verstauchten Knöchel wird man tunlichst schonen, weil er sonst noch mehr weh tut.
Um ihre zerstörerische Kraft zu entfalten, müssen Viren zunächst die Zellmembran überwinden und in ihre Zielzellen eindringen. Nun gelang es erstmals, Viren in Echtzeit bei diesem kritischen Schritt zu beobachten. Die Erkenntnisse könnten neue Ansätze für die Entwicklung von antiviralen Arzneimitteln bieten.
Außer Kontrolle
Quaddeln auf der Haut, Durchfall, Schnupfen, Asthma bis hin zum lebensbedrohlichen Schock – das alles sind Symptome von Allergien. Mindestens 20 Millionen Bundsbürger sind mit diesen Leiden heute vertraut, Tendenz steigend.
Influenzaviren sind besonders begabte Verwandlungskünstler: Von einer Generation zur nächsten verändern sie ihre Hülle oft so geschickt, dass das menschliche Immunsystem keine Chance mehr hat, die Eindringlinge rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Immer wieder kommt es deshalb zu Grippeepidemien mit Millionen Todesopfern.
Chopin ist ihr erlegen und Tschechow auch. Franz von Assisi hat sie genauso dahin gerafft wie Madame Pompadour. Auch Friedrich Schiller ist ihr Opfer, während sie Goethe, der sich ebenfalls ansteckte, verschont hat. Noch 1882, als Robert Koch den Grund ihres Wirkens entdeckte und als „säurefesten, fiedelbogenartig gekrümmten Bazillus“ beschrieb, tötete die Tuberkulose ein Siebtel der Deutschen und war Europas häufigste Todesursache.
Die Waffen der Mediziner
Alle hier gezeigten Antibiotika wirken in erster Linie bakteriostatisch, hemmen also das Wachstum der Bakterien, ohne sie abzutöten.
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