„Wem gehört das Genom?“ Dieser Frage widmet sich Prof. Joseph Straus vom Münchner Max-Planck-Institut für Patentrecht in einem viel beachteten Aufsatz. Tatsächlich bewegt das Thema nicht nur die Patentämter. Von Kritikern wie Greenpeace in die öffentliche Diskussion gerückt, streiten längst nicht mehr nur Fachleute darüber, was in der belebten Natur patentierbar ist und was nicht. Im Dickicht von Rechtslehre, Ethik und Ideologie den Überblick zu behalten, wird immer schwieriger.
Aufsatz Prof. Joseph Straus – Wem gehört das Genom? – Einleitung
Forschung und Gesellschaft, Genomstation No Comments »Dieser Frage stellt sich Prof. Joseph Straus vom Münchner Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht in seinem Aufsatz. Darin beleuchtet er alle Facetten der Debatte um Biopatente – vom Besitzanspruch auf die eigenen Gene bis zur möglichen Beschränkung der Grundlagenforschung durch Patente.
Die DNA für die Entschlüsselung des menschlichen Genoms stammte von anonymen Spendern – beim öffentlichen Humangenomprojekt genauso wie bei ihrem Wettbewerber, der Firma Celera Genomics. Nun ist es zumindest bei Celera mit der Anonymität vorbei: Der Chef selbst, Craig Venter, hat sich in amerikanischen Medien als der hauptsächliche Spender geoutet. Immerhin weiß die Welt jetzt, dass Venter ein erhöhtes Alzheimer-Risiko hat.
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Craig Venter
von Svante Pääbo
“Warum sind gewisse Errungenschaften – die erste Mondlandung, die erste Atomspaltung, die Bestimmung der menschlichen Genom-Sequenz – durchtränkt von emblematischer Bedeutung? Ich glaube, der Grund liegt darin, dass derartige Ereignisse unsere Einstellung uns selbst gegenüber verändern. (…)
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