23.2.1981, Putschversuch in Madrid. Aufständische Militärs haben das Parlament gestürmt und die Abgeordneten gefangen genommen. Juan Carlos, der junge König Spaniens, tritt vor die Kameras und befiehlt den Truppen, der Verfassung zu folgen und den Aufstand zu beenden. Ein dramatischer Machtkampf – das Militär gehorcht und Spaniens junge Demokratie ist gerettet. Eigentlich hätte dort als König ein anderer stehen sollen: Juan Carlos verdankt seinen Thron – und damit Spanien wohl seine Demokratie – einer Erbkrankheit.
Die Frau ist älter als der Mann. Zumindest gilt das für ihre genetische Ausstattung, denn das X-Chromosom ist älter als das Y-Chromosom.
Wilde Party mit Folgen – tropische Korallenarten befruchten beim Massensex auch mal den Falschen und bringen Mischformen hervor. Dennoch gelingt es ihnen, die Charakteristika der eigenen Art zu bewahren. Der Trick: Sie zeugen unfruchtbare, unsterbliche Klone.
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Typische Hirschhorn-Koralle in der Karibik: dünne, verzweigte Äste (Foto: Science/S. Vollmer)
Männer sind eigentlich überflüssig. Vermehren könnten sich die Frauen auch ohne sie. Aus jeder einzelnen Körperzelle kann theoretisch ein Mensch entstehen – so wie das Klonschaf Dolly aus einer Euterzelle seiner Mutter entstanden ist. Wozu also der Umstand? Die geschlechtliche Fortpflanzung, bei der mütterliche und väterliche Erbanlagen verschmelzen, erhöht die genetische Varianz einer Population. Anders ausgedrückt: Ohne sie wären wir alle eineiige Zwillinge.
Wer zu spät kommt, wird ein Männchen
Das Bakterium Wolbachia dürfte eines der am weitesten verbreiteten Bakterien der Erde sein. Weltweit infiziert es Millionen von Insektenarten und anderen Wirbellosen. Für seine weitere Verbreitung greift Wolbachia denn auch zu außergewöhnlichen Mitteln: Es manipuliert das Geschlecht der Nachkommen seines Wirtes zu seinem Vorteil.
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Hopper aus dem Film ´Antz´: Ein ganzer Kerl – dank Wolbachia?
Das Erbgut von Mensch und Schimpanse ist zu 98,7 Prozent identisch. Bisher war es den Forschern ein Rätsel, wie aus den verbleibenden 1,3 Prozent die geistigen und körperlichen Differenzen zwischen Affe und Mensch entstehen – schließlich unterscheiden sich schon zwei Fruchtfliegen in durchschnittlich einem Prozent ihres Erbgutes. Max-Planck-Wissenschafter haben nun heraus gefunden, dass für dieses Phänomen nicht nur die Gene selbst, sondern auch deren Benutzung entscheidend ist.
Reis, der sich selbst kocht???
Outdoor-Fans werden sich freuen: Anstatt eine komplette Kochausrüstung mitzuschleppen, reicht künftig eine Tüte selbstkochender Instant-Reis: Mit Wasser aufgegossen, entsteht daraus in kurzer Zeit eine fertige Mahlzeit. Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, eine Reissorte zu züchten, die ohne Wärmezufuhr aufquillt.
Die wichtigste Beschränkung vorweg: Die meisten Krankheiten sind viel zu komplex, als dass sie mit der Gentherapie behandelt werden könnten. Andererseits richtet sich diese Methode gegen Krankheiten, die sonst nicht, nur schlecht oder bestenfalls durch lebenslange Medikamenten-Einnahme behandelt werden können. Und wenn sie gelingt, bietet die Gentherapie nicht nur Linderung, sondern Heilung.
In jeder Sekunde sterben in unserem Körper Zellen. Wenn unsere Haut sich nicht ständig erneuern würde, hätten wir noch im Rentenalter die Filzstift-Streifen aus Kindertagen an den Fingern. Wenn sich unsere Muskeln nicht ihrer Belastung anpassen könnten, wären Bodybuilding-Studios wirklich nur noch Folterkammern. Und wenn sich nicht sogar Leberzellen wieder teilen könnten, wären trockene Alkoholiker auf Organspenden angewiesen. Was in der Embryonalentwicklung seinen Höhepunkt findet, bleibt das Leben lang unsere Bestandsgarantie: Zellen müssen sich teilen können.
Der Selbstmord ist in Zellen fest programmiert – zum Wohle des Körpers. Ist das Erbgut zum Beispiel einer Hautzelle durch starke UV-Strahlung übermäßig zerstört, tötet sie sich selbst, um nicht zur Krebszelle zu werden. Nach einem Sonnenbrand schuppen diese toten Zellen in großen Mengen ab. Deutsche Forscher haben nun einen Botenstoff gefunden, der den Hautzellen bei der DNA-Reparatur hilft und den Selbstmord verhindert. Möglicherweise legen diese Ergebnisse den Grundstein für die Sonnencreme der Zukunft.
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